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SPD Tiefenbach/Ast

28.01.2022 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 102

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: LZ Beiträge „Mindestlohn ist ökonomisch sinnvoll“ und

„Preisschub belastet Verbraucher“

 

Im Grunde sind die ökonomischen Zusammenhänge einfach und die jeweiligen Situationen so erklärbar, dass jeder entscheiden kann, was seiner Meinung nach zu tun wäre. Trotzdem sind die Defizite in der Bevölkerung gewaltig und auch bei manchem Politiker habe ich den Eindruck, dass er nicht weiß, wovon er gerade redet. Die Pandemie hat die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter vergrößert und das Vermögen in Deutschland, Immobilien und Aktien, hat bislang nicht vorstellbare Ausmaße erreicht. Dieser Zuwachs an Reichtum ist auch noch ohne wesentliches Zutun der Vermögenden erreicht worden. Die normalen Einkommen dagegen sind in der Pandemie durch Kurzarbeit oder Arbeitsplatzverlust zurückgegangen und werden jetzt real durch die hohe Inflation weiter reduziert. Die Haushalte werden durch die rasant gestiegenen Energiekosten stark belastet und hier trifft es gerade den Niedriglohnsektor. Deswegen ist es mehr als notwendig, dass die neue Regierung durch Erhöhung des Mindestlohns diesen Abwärtstrend verlangsamt. Stoppen wird sie diesen Trend nicht, dafür ist die reale Entwertung der verfügbaren Einkommen durch die Inflation, die aktuell bei über 5 % liegt, zu stark. Sollten wirklich 10 Millionen Beschäftigte von dieser Lohnerhöhung betroffen sein, dann  ist diese Maßnahme für die Stabilität unserer Gesellschaft von großer Wichtigkeit und sollte ganz schnell umgesetzt werden. Es kann nicht sein, dass Amazon und Co sich bei uns dämlich verdienen, keine Steuern zahlen und der Ausfahrer dieser Zustelldienste bei uns zum sozialen Problem wird. Die Regierung sollte in allen Bereichen diese einfachen Zusammenhänge darstellen und entsprechende Lösungen anbieten. Unser reiches Land lässt zu, dass ein Beschäftigter in Deutschland 45 Jahre lang zum Mindestlohn arbeitet und dann in die Altersarmut rutscht.

 

17.12.2021 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 101

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: Zu den Beiträgen über den Regierungswechsel

 

Das waren noch Zeiten, als man die Stahlkanten an seine Holzbrettl selber schrauben konnte und Fangriemen den Skiverlust sicherten. Der Ostblock bedrohte uns damals in Europa und die Amerikaner sicherten uns vor den Russen. Heutzutage ist alles viel komplizierter geworden, die Medikamente kommen mittlerweile aus Indien, die Mikrochips aus Taiwan und die Futtermittel für unsere Landwirte aus dem fernen Südamerika.  Facebook und Instagramm beherrschen die öffentliche Meinung und das sekundenschnell und weltweit. Kontrolliert wird diese Meinungsmache von keinem und jeder darf jeden Schwachsinn ins Internet stellen. „Hätten wir zur damaligen Pockenimpfung schon Facebook gehabt, würden wir heute noch mit den Pocken kämpfen“ hat ein Hirschhausen  in einer der unzähligen Talkrunden treffend bemerkt. So haben sich die Zeiten gewaltig verändert und die neue Regierung steht vor riesigen Herausforderungen, erst langsam wird uns Deutschen klar, was die letzten Jahre versäumt wurde. Überall hakt es und Merkel hat mit ihrer Mannschaft die vergangenen Jahre schlicht verschlafen.  In allen Lebensbereichen brauchen wir Veränderungen. Von zusätzlichen Sozialwohnungen bis zu existenzsichernden Preisen für unsere Landwirte reicht die Palette. Es kann nicht sein, dass Lebensmittelkonzerne wie Danone sich dämlich verdienen und beim Landwirt bleibt nichts hängen, dass Wohnungskonzerne durch Luxussanierung Millionen machen und der Arbeiter die Miete nicht mehr bezahlen kann, dass Weltkonzerne wie Amazon oder Facebook bei uns auf ihre Gewinne keine Steuern zahlen und die Energiepreise sich bald verdoppelt haben. Egal was die neue Regierung macht, es muss jetzt wirklich was passieren. Die Zeiten haben sich zu stark verändert. Ich bin gespannt wie Scholz mit Lindner und den Grünen die Sache angehen. Es kann nur besser werden. Mit Merkel ist die letzten Jahre nichts passiert, leider.

 

 

14.11.2021 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 100

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: Leitartikel in der LZ vom 05.11. „Der Optimismus siegt.“

 

Dass wir mit der klassischen Volkswirtschaftslehre die Entwicklung der letzten Jahre nicht mehr erklären können, beschreibt der Kommentar von Helmut Maier-Mannhart sehr deutlich. Die Geldpolitik der Zentralbanken sollte die Inflation steuern und früher war es so, dass das Preisniveau in einem Land wesentlich von der Geldmenge beeinflusst wurde. Bei zu hohen Preissteigerungen muss die Geldmenge  verknappt werden und die daraus resultierenden höheren Zinsen würden die Gesamtnachfrage so reduzieren, dass die Inflation geringer wird. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da gab es für Festgeld 13 % Zinsen und das Sparbuchgeld war gut verzinst. Seit Jahren gibt es für Geldanlagen keine Zinsen mehr und die Hypothekenzinsen liegen bei unter 1 %. Häuslebauer freuen sich und die Immobilienpreise steigen ins Unermessliche. Obwohl die Zentralbanken die Märkte seit Jahren mit Geld fluteten blieb die Inflation bei null Prozent.  Die alte Geldmengenpolitik funktionierte nicht mehr. Die zunehmende Globalisierung und das Umschwenken in asiatische Billigproduktionen waren mit ein wesentlicher Grund dafür und die folgenden moderaten Lohnentwicklungen bei uns ein zweiter. Auch die analoge Umstellung zum Digitalen spielte eine große Rolle. Jetzt haben wir plötzlich 5 % Inflation in den USA und bei uns schon über 4 %.  Corona  wäre schuld und die Lieferketten funktionierten nicht mehr. Die Energiepreise explodieren. Diese Inflation wäre aber nur vorübergehend wird von den Ökonomen behauptet und nächstes Jahr gingen die Preise wieder runter. Ich glaube das nicht, zu viele Faktoren erhöhen aktuell unsere Preise, die auch im kommenden Jahr noch ihre Wirkung haben. Auch die Löhne steigen inzwischen, weil bei uns zunehmend die Arbeitskräfte knapp werden und deshalb besser bezahlt werden. Ich erwarte deshalb von den Zentralbanken eine Geldmengenanpassung und eine Zinsanhebung. Wir müssen aus den Negativzinsen wieder rauskommen und Geldanlagen wieder positiv verzinsen. Dass dabei zwangsläufig etliche Immobilienkäufer mit steigenden Kreditzinsen in Notlage kommen werden und Immobilien unter Preisdruck geraten, wäre eine Folge, massive Rückgänge an den Aktienmärkten die andere. Dafür würde das Sparbuch wieder zu einer normalen Geldanlage. So hat jede wirtschaftliche  Veränderung Gewinner und Verlierer.

 

25.07.2021 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 99

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                       84184 Tiefenbach

 

Betr: „Keine Angst vor Inflation“ in der LZ vom 9.07.

 

Die letzten Jahre hatten wir keine Preissteigerungen mehr, teilweise war die Inflation sogar negativ. Was war da los? Die Inflationsängste von früher waren verflogen, keiner brauchte mehr die Entwertung seiner Geldanlagen fürchten. Nach der alten Theorie muss die Zentralbank durch die Steuerung der Geldmenge die Inflation im Zaum halten. War die Preissteigerung zu hoch wurde die Geldmenge verknappt und die Zinsen dadurch erhöht                                                             ,

bis sich die Preisentwicklung wieder normalisiert hatte. Dies hat die letzten Jahre nicht mehr funktioniert. Bei sinkenden Preisen musste die Geldmenge größer werden, die europäische Zentralbank hat jahrelang Europa mit Geld geflutet, die Inflation blieb aber unten. Die Folgen des „billigen“ Geldes waren für den Anleger katastrophal:  Er bekam für sein angelegtes Geld keine Zinsen mehr, muss zwischenzeitlich sogar mit einem Negativzins rechnen. 0,5 Prozent verliert der Sparer jedes Jahr von seinem Guthaben bei manchen Banken. Viele Anleger sind deshalb auf Immobilien und Aktien ausgewichen, was sich in den horrenden Preissteigerungen bei Grund und Boden zeigt und unser DAX liegt schon knapp unter nie vorstellbaren 16000 Punkten. Diese Entwicklung war logisch, denn mit Mieten und Dividenden konnte man noch verdienen. Aktien wie Immobilien sind wegen der großen Nachfrage der letzten Jahre weit überbewertet. Ich hoffe deshalb, dass die aktuelle Inflationsrate weiter steigt und nicht wieder gegen Null geht, sodass wir dann wieder steigende Zinsen bekommen und uns so wieder den alten Zeiten annähern. Das Sparbuch muss wieder Zinsen bringen und die Märkte wieder eine normale Bewertung haben. Ich hätte nie geglaubt, dass wir uns mal Inflation wünschen werden. Warum die EZB die letzten Jahre mit ihrer Geldpolitik es nicht geschafft hat, ein für den Anleger befriedigendes Zinsniveau zu erreichen, müsste intensiv diskutiert und neue Modelle entwickelt werden.

 

05.03.2021 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 97

 

Landshuter Zeitung/                                                                                               Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                                               Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                                                84184 Tiefenbach

 

Betr: „Seehofers Taschenspielertrick“ Kommentar in der LZ

 

In der Wohnungspolitik sind die gewünschten Ziele einfach zu definieren:

Bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen schaffen und gleichzeitig die Eigentumsquote erhöhen, d.h. den Anteil der deutschen Bevölkerung, der in eigenen vier Wänden wohnt, deutlich zu steigern. Gerade bei der Eigentumsquote liegt Deutschland im europäischen Vergleich ganz weit hinten. Blamabel für das reiche Land. Tatsächlich steigen die Mieten in den Städten und der Eigenwohnbau wird immer teurer. Beide Ziele hat unsere Regierung klar verfehlt, würde ich sagen. Schade, wie in vielen anderen Bereichen sind wir auch hier schon weit abgeschlagen. Ich halte es deshalb für eine Frechheit, wenn sich Herr Seehofer beim Wohngipfel für seine Leistungen im Wohnungsbau noch lobt und sogar mit falschen Zahlen operiert, was die ganze Sache noch schlimmer macht. Der Direktor des Deutschen Mieterbundes kommentiert sarkastisch „auf dem Papier einer Baugenehmigung könne man nicht wohnen“. Tatsache ist, dass unter der Regierung von Frau Merkel die Anzahl der Sozialwohnungen von 4 Mio auf 1,1 Mio zurückgegangen ist und das ist meiner Meinung nach ein Desaster. Hier hätte eine vorausschauende Politik dafür sorgen müssen, unseren Bürgern mit kleineren Einkommen ausreichend bezahlbare Wohnungen zur Verfügung zu stellen und nicht die Anzahl der Sozialwohnungen drastisch abzubauen. Hier haben wir ein  großes Problem, das die letzten Jahre komplett verschlafen wurde. Eine Wohnung am englischen Garten für 3000 € Nettomiete brauchen nur wenige, eine Sozialwohnung in München umso mehr. Ob Frau Merkel das wirklich bewegt, weiß ich nicht, gemacht hat sie die letzten Jahre gar nichts und dass sich ein Minister mit getürkten Zahlen feiern lässt, ist einfach nur traurig.

 

06.01.2021 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 95

 

Landshuter Zeitung/                                                         Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                         Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                          84184 Tiefenbach

                                                                                      

Betr: „Zuwenig Impfdosen…“ und „Söder bremst Hoffnung auf Lockerung“

 

Viele in Bayern halten unseren Ministerpräsidenten für den Manager in der Coronakrise schlechthin. Herr Söder erklärt auch auf allen Kanälen, dass wir in Bayern schneller und besser sind als alle anderen Bundesländer. Leider drückt sich dieser Aktionismus nicht in niedrigeren Infektionszahlen aus. Ich habe da auch meine Zweifel, wenn ich mit meiner beschlagenen Brille durch die leere Altstadt tappe und mir dabei überlege, wer mich jetzt wohl anstecken könnte. Dass der Massenausbruch im Schlachthof dagegen  nicht zur sofortigen Schließung dieses geführt hat, beunruhigt mich schon, vor allem, wenn das Gesundheitsamt die Verantwortung dem Schlachthof übertragen hat. Die Hoffnung von uns allen, möglichst bald wieder frei zu sein, liegt doch im Impfstoff. Ich dachte bislang, sollte der Impfstoff mal zugelassen sein, dass dann so schnell wie möglich so viel wie möglich geimpft wird, um diese Pandemie zu besiegen. Hier habe ich mich anscheinend getäuscht, in allen Diskussionsrunden gab es keine Hinweise, wieviel Impfstoff wann und wo zur Verfügung steht, geschweige denn, wann wir aufgrund der allumfassenden Impfungen mit einem Rückgang der Infektionen rechnen können. Dies steht doch jetzt im Vordergrund. In England, in den USA wird seit Wochen geimpft, Israel muss schon ganz weit sein und unsere Impfzentren warten geduldig auf Impfstoffzuweisungen. Wo bleibt unser Manager Markus und sagt uns, wann endlich genügend Impfstoff bereit steht, er bremst nur die Hoffnung auf weitere Lockerungen. Es könnten schon tausende geimpft und entsprechend Leben gerettet sein. Dieses Totalversagen beunruhigt mich mehr, denn nur durch schnelles Impfen ist meines Erachtens eine Rückkehr zum normalen Leben möglich. Verbote auszusprechen ist einfach, etwas zu organisieren ist schwieriger. Ich dachte, wir in Bayern sind schneller als alle anderen, wie unser Ministerpräsident immer betont. Weit gefehlt, schade Herr Söder. Ich halte es im Übrigen für selbstverständlich, dass man sich impfen lässt und so seinen Beitrag zur Bekämpfung dieses Virus leistet. Hoffentlich haben wir bald eine Gelegenheit.

 

13.12.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 94

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

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Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: „Der Preis ist hoch“ in der LZ vom 27.11.20

 

Da streiten die Ministerpräsidenten stundenlang mit der Kanzlerin, ob man nun Masken auch im Freien aufsetzen soll und anschließend jagt eine Sondersendung über Corona im Fernsehen die andere. Dass einmal die Zahl der belegten Intensivbetten in Deutschland wichtiger sein wird als die Bundesligatabelle, hat von uns keiner vorhergesehen. In dieser zunehmend aggressiver werdenden Debatte fehlen neben der Toleranz für andere Meinungen, man ist nicht gleich rechtsradikal, wenn man Zweifel an den Rundumschlägen eines Markus Söders äußert, die positiven Auswirkungen der Coronazeit. Die Fahrradgeschäfte sind seit Monaten  ausverkauft, der Caravanbereich hat Umsätze wie noch nie und der Onlinehandel boomt in nie gekanntem Ausmaß. Die Paketdienste haben seit Monaten Weihnachtsverkehr und fahren an ihrer Kapazitätsgrenze. Dies alles dank Corona. Vielleicht könnte man diese Riesengewinne irgendwie umverteilen? Verlierer und mögliche Empfänger gibt es genug. Ganz große Gewinner in dieser Zeit sind auch die Virologen. Bislang wenig beachtet, bekommt ein Herr Drosten mittlerweile einen Bekanntheitsgrad, der selbst einen Lewandowski von Bayern München in den Schatten stellt. Der Politiker Lauterbach ist auch so ein Gewinnler. Weit abgehoben von seiner SPD schwebt er in den Fernsehrunden. Vielleicht erleben wir ihn noch, wie er für einen lebenserhaltenden Vitaminsaft im Fernsehen Werbung macht. Sein Marktwert liegt ja inzwischen weit über dem eines einfachen Bundestagsabgeordneten. Unsere Welt hat sich stark verschoben und ich wünschte mir etwas mehr Gelassenheit in der ganzen Diskussion. Dies würde die zunehmende Aggression mildern und die ganzen Einschränkungen erträglicher erscheinen lassen. Es wird wieder, da bin ich mir sicher und das hoffe ich bald.

 

01.11.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 93

 

Landshuter Zeitung/                                                                        Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: LZ „US-Präsident Trump verschärft Angriffe…“vom 19.10.20    

       

Nachdem bei uns in den Medien Tag und Nacht über Corona berichtet wird und auf dieser Welle einige Politiker zu Stars geworden sind, wie unser Söder oder der allen angstmachende Lauterbach, so gibt es noch andere Problembereiche, die mir mehr Sorge bereiten als dieser Grippevirus. In Amerika eskaliert gerade ein Wahlkampf, über den zu berichten viel wichtiger wäre als über Corona, da meines Erachtens sich hier gerade ein gesellschaftlicher Umbruch ereignet, der massiv auch unser Leben verändern wird. Wie ist es möglich, dass ein amerikanischer Präsident alles von sich geben darf, was ihm gerade einfällt und wenn es noch so ein Blödsinn ist und fast die Hälfte der Amerikaner stimmen ihm zu. Er bezeichnet seinen Konkurrenten als Kriminellen, der Verbrechen begangen hat und seine Wähler fordern daraufhin Biden einzusperren. Stellen wir uns mal vor, dies würde in Deutschland passieren: Ein Kanzlerkandidat der zur Wahlfälschung aufruft oder den SPD Kandidaten Scholz als Verbrecher bezeichnet und dann auch noch Applaus bekommt.

Unglaublich oder? Wie ist es möglich, dass in unserer heutigen Welt solche Exemplare wie Trump überhaupt akzeptiert werden. Angst macht mir, dass dieser Idiot das amerikanische Atomwaffenarsenal beherrscht. In vier Monaten läuft das Abkommen über die Interkontinentalraketen mit Russland aus. Wer wird die Verhandlungen über eine Verlängerung führen? Trump bestimmt nicht, der kann das gar nicht. Warum merkt der amerikanische Wähler nicht, in welcher Gefahr Amerika sich momentan befindet. Steht Amerika vor einem Bürgerkrieg, die kommenden Wochen werden dramatisch. Darüber müsste in den Medien deutlich und ausführlich berichtet werden. Diese Entwicklungen sind für uns dramatischer als es Corona jemals sein kann. Also meine Empfehlung, kauft kein Klopapier, sondern beobachtet den Wahlkampf in Amerika. Die Auswirkungen sind schlimmer und werden uns alle treffen.

 

14.08.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 92

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

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Betr: Kommentar „Söder spielt auf Zeit“ in der LZ vom 03.08.

 

Söder ist in aller Munde, sitzt neben der Kanzlerin, in Berlin oder am Chiemsee und wird von allen bewundert. Die Umfragewerte sind gigantisch, die Wähler sind begeistert und Söder von sich selbst am allermeisten. Ich bin anscheinend einer der wenigen, der dieses Selbstloben und alles Besserwissen in jeder Talkrunde den Realitäten hier in Bayern gegenüberstellt und da sieht es doch sehr bedenklich aus. Einige wenige Beispiele sollen zeigen, dass wir in Bayern unter Herrn Söder nicht vorangekommen sind. Leider, ich würde mir das Gegenteil wünschen.

Bayern investiert laut Söder in die Digitalisierung Milliarden. Tatsache ist aber, dass selbst beim Münchner Flughafen auf der Autobahn ein Funkloch nach dem anderen kommt und das Telefonieren zur Peinlichkeit wird. Viele Bayern mussten in der Coronazeit zuhause bleiben, konnten aber von zuhause gar nicht arbeiten, weil ihr Homeoffice keine Internetverbindung hat. Was soll eine Warnapp, wenn sie viele Bereiche von Bayern gar nicht abdeckt. Wann das besser wird, sagt unser toller Ministerpräsident aber nicht. Wir sind  nicht in der Lage eine Stromleitung von Nord nach Süd zu verlegen, auch wenn sie kostenintensiv in die Erde gebuddelt wird und wir sind nicht in der Lage, Österreich den zukünftigen Zugang zum fast fertigen Brennertunnel zu zeigen. Wenn sich unser Herr Söder mal diesen Problemen annehmen würde, käme für Bayern wirklich etwas heraus. Ich verstehe nicht, warum so einfache Dinge in den Talkrunden nicht zur Sprache kommen. Wenn ich weiß, dass Erntehelfer bei uns in Bayern in Massenunterkünften zusammenleben, muss ich mich nicht wundern, dass wir in Mamming plötzlich eine Masseninfektion haben. Ich wusste vor Corona nicht, dass viele tausend Beschäftigte hier bei uns jährlich aus Bulgarien oder Rumänien als Billiglöhner kommen und wie sie bei uns leben, ein Herr Söder müsste dies aber schon gewusst haben. Am Starnberger See segeln durfte man nicht, aber in Container viele Arbeiter unterbringen schon.

 

 

 

28.06.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 91

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: Wasserstoff und speziell Kommentar „Hoffnungsenergieträger“ in der LZ vom 11.06.

 

Endlich soll Deutschland Wasserstoffland werden. Ein nationaler Wasserstoffrat soll die Politik beraten und wir werden laut Altmaier weltweit führend werden, als Ausrüster für die Welt aber auch als Produzenten. Das Bundeskabinett verabschiedet die Milliardenstrategie und der Bundesbürger ist mal wieder von unserer Regierung begeistert. Die Zeitungen sind voll des Lobes. Einige Anmerkungen von mir sollten uns doch zu denken geben: Schon vor einiger Zeit wollten wir in unserem Landkreis mit einer der höchsten Solarfelderdichte Wasserstoff herstellen. Nachdem fast zwei Drittel des Solarstroms hier bei uns nutzlos in die Erde geleitet werden, weil zum Zeitpunkt der Sonnenproduktion er einfach nicht gebraucht wird, wäre es sinnvoll über Elektrolyse diesen Strom zur Wasserstoffproduktion zu verwenden. Der Wasserstoff könnte dann als Speicher für spätere Nutzung verwendet werden. Eigentlich genial, denkt man. Gescheitert ist diese Idee aber an den bürokratischen Regeln hier in den Deutschland. Der nicht verwendbare Strom hätte uns 4 Cent pro kWh gekostet und der Solarbetreiber hätte verdient und die energieaufwändige Wasserstoffproduktion hätte sich für uns gelohnt. Der Haken dabei aber ist, dass zusätzlich 13 Cent pro kWh an den Netzbetreiber zu entrichten sind und damit wird alles zu teuer. Also geht der überflüssige Strom auch weiterhin ungenutzt in die Erde. Wie weit andere Länder im Wasserstoffbereich bereits sind, zeigt in Italien die Stadt Bozen. Dort fahren die Stadtbusse mit Wasserstoff und das schon seit 2013. Der Wasserstoff wird von der Stadt als „grüner“ Wasserstoff hergestellt, die Tankstelle ist am Bozener Autobahnkreuz. Umweltfreundlicher geht es nicht. Allein dieses Beispiel zeigt, dass wir uns wieder mal am Anfang einer tollen Entwicklung wähnen, andere Länder aber schon viel weiter sind und das seit Jahren.  Ein Besuch bei den Stadtbussen in Bozen würde ich Herrn Altmaier mit seinem neuen Wasserstoffrat als Erstes dringend empfehlen, die können dort von ihren Erfahrungen berichten. Und dann muss er nach Japan fahren, die haben auch schon lange ihren Schwerpunkt auf Wasserstoff gelegt und fahren mit Wasserstoffautos, die funktionieren. Wir sind, glaube ich, nicht vorndran, sondern schon ziemlich weit hinten.

 

19.05.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 90

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

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Betr: zur Coronakrise

 

Bescheiden sind wir geworden. Nichts geht mehr in Deutschland, keine Kreuzfahrten mehr, kein Strandurlaub, die Tennisplätze sind so leer wie die Wirtshäuser, eng wird die Umgebung. Der Abstand muss gewahrt werden. Zeit zum Nachdenken hat man genug. Was brauchen wir wirklich und auf was kann man verzichten. Was wirklich wertvoll ist, wird vielen jetzt klar. Braucht man den Türkeiurlaub oder die Karibikkreuzfahrt, das Fitnesscenter oder die Bundesliga? Die letzten Wochen haben gezeigt, dass unsere Welt immer verrückter wird. Vieles steht still oder ist verboten. Die Theaterleute oder die Schausteller beispielsweise haben seit zwei Monaten keine Einnahmen mehr und dies voraussichtlich bis mindestens zum Jahresende. Gleichzeitig fordert  in München ein überalterter Fußballtorwart von seinem Verein ein Jahreseinkommen von mehr als 10 Mio € und die BMW Familien Klatten und Quandt bekommen noch schnell mehr als 500 Mio € Dividende vom Vorstand auf ihre Konten überwiesen, bevor derselbe Vorstand dann wegen der schlechten Lage massive Unterstützung vom Staat fordert, die er auch bekommen wird, da bin ich mir sicher. Den Theaterleuten hat unser Söder auch 1000 € versprochen, schon vor Wochen, aber hier gibt es bis heute noch nicht mal ein Antragsformular. Was sind 1000 € im Vergleich zu 100 Millionen. Stellen wir uns mal vor wir bekämen jedes Jahr einfach so 100 Millionen. Eine verrückte Vorstellung, aber einigen von uns passiert das jedes Jahr. Ich bin gespannt, wann unser Ministerpräsident 1000 € für unsere Theaterleute endlich locker macht. Milliarden Steuergeld stehen für unsere Unternehmen von Adidas bis zur Lufthansa dagegen schon bereit. Soviel zur Bescheidenheit in unser heutigen Zeit.

 

19.05.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 89

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

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Betr: zum Kommentar: Freiheit und Gesundheit vereinbar in der LZ vom 24.04.

 

Herr Söder lobt seine Politik über alles. Wie es weitergeht, was das Ziel ist, sagt er uns aber nicht. Die Angst vor einer zweiten Welle wird in seinen Reden massiv geschürt und ich habe anscheinend die erste übersehen. Wann war die, mit welcher Auslastung unserer Intensivbetten, waren wir an unseren Belastungsgrenzen? Ist an mir anscheinend  vorbeigegangen. Erstaunlich ist ja,  dass die Zustimmung zu diesen massiven Einschränkungen in der Bevölkerung noch immer so groß ist, bei einigen ist die Angst vor diesem Virus in blanke Panik umgeschlagen. Die tragen ihre Masken sogar in den leeren Isarauen. Söder schwimmt auf einer Welle höchster Sympathie. Ich kenne dagegen viele andere, die pure Angst um ihre berufliche Zukunft haben oder wegen ihren Kindern zuhause und dem Beruf vor dem nervlichen Zusammenbruch sind. Ein Ausstiegsszenario gibt es weder von Frau Merkel noch von Herrn Söder. Sehr schwach finde ich das. Den Menschen etwas Hoffnung machen und eine Perspektive geben könnte die folgende Idee sein: Ich glaube, dass der Coronavirus wie alle Grippeviren mit Beginn der Hitze in den Sommermonaten von selbst verschwindet und wir keine Neuinfizierten mehr bekommen. Das Problem würde sich selbst lösen. Diese Variante macht viel Hoffnung und würde uns am schnellsten wieder in den Biergarten bringen und die Kinder in die Schule. Schau‘n wir mal.

 

15.04.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 88

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

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Betr: Coronakrise

 

Zutiefst verunsichert ist mittlerweile die Bevölkerung. Unsere Kanzlerin hat in ihrer Rede ans Volk außer dem inhaltsleeren Satz „wir werden alles tun….“ keine weiteren  Aussagen gemacht. Das sind wir ja mittlerweile gewohnt von ihr, aber diesmal hätten ein paar deutliche Hinweise das Volk beruhigen können.  Eine Sondersendung jagt ja mittlerweile die nächste, in der profilierungssüchtige Politiker mit immer neuen Aussagen zur Coronakrise den Leuten Angst machen. Bei vielen stapelt sich das Klopapier schon im Keller und jetzt wird es einen Run auf Schutzmasken geben. Einige Politiker fordern eine Tragepflicht, wohlwissend dass es viel zu wenige Masken gibt. Unglaublich, wer weiß denn schon, dass diese sogenannten Schutzmasken gar nicht den Träger vor einer Virusinfektion schützen können, sondern nur das Umfeld des Trägers. Die Zahl der festgestellten Virusinfektionen, täglich als der wichtigste Indikator in der Presse und im Fernsehen veröffentlicht, ist ein weiteres Indiz für den momentan verbreiteten Unsinn. Diese Zahl sagt gar nichts, aber auch gar nichts über den tatsächlichen Infizierungsgrad einer Gesellschaft aus, denn sie wird im Wesentlichen von der Anzahl der durchgeführten Tests bestimmt. Je geringer die Anzahl der Tests desto geringer die Anzahl der Infektionen. Was soll das? Viel wichtiger wäre es zu wissen, wie viele tatsächlich schon infiziert sind oder waren. Da der Virus bei vielen zu keinen Symptomen führt wäre es gut, wenn der einzelne wüsste, ob er sich noch schützen muss oder für ihn und auch damit für seine Kontakte alles überstanden ist, weil er den Virus schon hatte. Dieser Antikörpertest genauso wie ein Impfstoff wären momentan am hilfreichsten, alles andere ist pure Angstmacherei. Hoffen wir, dass wir die Intensivbetten, die zur Zeit vorgehalten werden für die sogenannte „Spitze“  nicht brauchen, weil der Infizierungsgrad in der Gesellschaft schon viel weiter fortgeschritten ist als wir es ahnen, sodass es zu dieser Spitze gar nicht mehr kommt. Das wäre eine gute Nachricht und wir könnten aus der vorgegebenen Isolation wieder ins normale Leben zurück.

 

24.03.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 87

 

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

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Betr: zur „Coronakrise“

 

Ein Virus stürzt die Weltwirtschaft in eine tiefe Krise. Vor ein paar Monaten

hätte man nur ein mildes Lächeln für diese Vorhersage bekommen, heute sitzen wir

Bayern in unseren Wohnungen fest. Eine plakative emotionale Rede unseres Ministerpräsidenten an sein Volk hat uns dazu verdammt. War das wirklich nötig? Wir haben jetzt Zeit zum Nachdenken, müssen ja allen Kontakten aus dem Weg gehen. Die Rast- und Ruhelosigkeit unserer Gesellschaft ist gestoppt. Die Hektik ist vorbei. Keine Kreuzfahrtschiffe mehr, ein menschenleerer Münchner Flughafen und verwaiste Innenstädte.

Komisch ist das, aber es funktioniert.

Keine Bundesliga am Samstag und keine Wirtshaustreffen, der Nachbar winkt nur von weitem. Alles wegen diesem Virus, kaum zu glauben. Ganz neue Erkenntnisse wurden die letzten Tage bekannt. Den Apotheken gehen die Medikamente aus, weil 80 % dieser Medizin aus Indien und China stammt. Wahnsinn. Wer hat diese Abhängigkeit zugelassen? Wer trägt dafür die Verantwortung?  Die Bundesliga steht vorm Konkurs, weil Lewandowsky und Co weiter ihre Gehälter fordern. 10 Mio. € braucht ein durchschnittlicher Bundesligaverein im Monat, Bayern München sogar 50 Mio. €. Ein Schwachsinn sind diese Summen. Die Lufthansa hat ihren Flugverkehr weitgehend eingestellt, kann sie sich wieder von diesen Verlusten erholen? Die Autoproduktion ist zum Stillstand gekommen und die Politiker überschlagen sich in weisen Kommentaren. Klopapier ist ausverkauft und keiner erklärt warum dies so ist.

Besinnung ist angesagt und keine Panik. Zeit zum Nachdenken über all die jetzt bekannt gewordenen Ungereimtheiten und Abhängigkeiten haben wir jetzt und wir sollten sie nutzen.

Die Welt nach diesem Virus wird eine andere sein und wir werden viele Bereiche neu bewerten, das ist sicher. Ich hoffe nur, dass dann unsere Politiker endlich begreifen, dass nicht ihre grandiose Selbstdarstellung im Vordergrund stehen darf, siehe Söder, sondern eine genaue Analyse des Geschehens und eine Neuausrichtung unserer Volkswirtschaft die wesentliche Aufgabe ist. Ich bin gespannt, wann wir Bayern wieder in unsere Wirtshäuser dürfen. Dazu äußert sich in allen Talkshows aber keiner, leider.

 

26.01.2020 in Bundespolitik

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 86

 

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Leserbriefredaktion                                                                        84184 Tiefenbach

 

Betr: „Der SPD sackt die Grundrente weg“ in der LZ vom 23.01.

 

Mittlerweile ist unsere Regierung nicht mehr in der Lage selbst einfache Dinge in ein umsetzbares Gesetz zu bringen. Es wird alles zerredet und immer komplizierter gemacht, um ja allen gerecht zu werden. Die Grundrente zum Beispiel ist ein ganz kleiner Schritt um der zunehmenden Spaltung zwischen Arm und Reich  gegen zu wirken. Profitieren würden nur Rentner, die mindestens 33 Jahre gearbeitet haben und eine Rente bekommen, die unter der Grundsicherung liegt. Der Vorschlag stammt von der SPD und das ist heute das Problem. Jetzt kommen die Bedenkenträger von CDU/CSU und verweisen auf die Zahnarztwitwe, die niemals in den Genuss von zusätzlichen 300 € kommen darf. Die Neiddebatte kommt in Deutschland immer gut an und deshalb müssen weitere Prüfungen her. Vermögen zu bewerten geht in unserem Land nicht, deshalb gibt es bislang ja auch keine Vermögenssteuer. Also wird eine Bedürftigkeitsprüfung verlangt, die neben der niedrigen Rente zusätzlich auch Kapitaleinkünfte oder Auslandseinkommen mitberücksichtigen soll. Damals dachte ich mir schon, wie soll das funktionieren, Kapitalertragssteuern führen die Banken ja direkt ab, die Finanzämter erfahren davon nichts. Ob dem Rentner aber Baugrundstücke in Millionenhöhe gehören, wäre egal. Der bekäme dann die Grundrente, da eine Vermögensprüfung nicht stattfände. Schwachsinn, oder?  Jetzt weist die Rentenversicherung auf den immensen bürokratischen Aufwand hin und von der CSU hört man, dass die Union dem Gesetzentwurf nicht zustimmen könne. Auch die Finanzierung wäre nicht gesichert, sagen die Christlich Demokratischen und das bei einem unerwarteten Steuerüberschuss von 13 Milliarden. Eindeutig ist, dass CDU/CSU den kleinen Rentner nicht unterstützen wollen und nicht mal 200 oder 300 € für ihn übrig haben. Armes Deutschland. Dies muss ganz deutlich gesagt werden. Sollte aber die Norddeutsche Landesbank, die vor der Pleite steht, Milliarden brauchen wäre Steuergeld bei der CDU gar kein Problem. Die SPD sollte diese Politik, die sich gegen die kleinen Leute richtet ganz deutlich darstellen. Tut sie aber nicht, weder von Scholz oder von der neuen Spitze ist etwas zu hören.

 

 

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