SPD Tiefenbach/Ast

Vom Klassenkampf bis zu Hartz IV

Vorankündigung


August Bebel (am vorderen Tisch links auf einem Foto aus dem Jahr 1906)

Ausstellung zum Verhältnis von SPD und Gewerkschaften – Eröffnung am Donnerstag

Vilsbiburg. Spannungsfrei war es nie, das Verhältnis zwischen den großen Arbeitnehmerorganisationen und der Sozialdemokratischen Partei. Im 19. Jahrhundert boten die meist unwürdigen Arbeitsbedingungen zu Hungerlöhnen reichlich Stoff zur politischen Betätigung.

Auch die Fabrikarbeit von Kindern war damals noch ein Massenphänomen. Die linken Kräfte in Deutschland hatten sich zu entscheiden, ob der Kapitalismus überwunden werden müsse oder Lohnarbeit und Massenelend durch soziale und gesellschaftliche Reformen schrittweise verbessert werden können. Vor der wohl größten Herausforderung standen Gewerkschaften und SPD ab dem Jahr 1933. Generalstreik oder Anpassung lautete jetzt die Frage. Die Sozialdemokraten stemmten sich als einzige Partei gegen Hitlers Ermächtigungsgesetze; die Arbeitnehmerorganisationen versuchten mehrheitlich, ihre Organisation durch Wohlverhalten zu retten. Letztlich gingen die NS-Machthaber gegen alle linken Gegner mit brutaler Härte vor.

Nach dem Krieg wurde durch Gründung der Einheitsgewerkschaften ein wichtiger Schritt getan. Diese Organisationen sollten allen Arbeitnehmern, unabhängig von ihrer politischen oder weltanschaulichen Überzeugung, eine Heimat bieten. In den Jahren von Wiederaufbau und Wirtschaftswunder sahen sie die SPD stets als ihnen am nächsten stehende politische Partei an. Dennoch ergaben sich angesichts unterschiedlicher Interessenlagen immer wieder Konflikte. Jüngstes Beispiel sind die Agenda 2010 und die Hartz-IV-Gesetze der rot-grünen Koalition unter Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung ist in 28 Kapitel unterteilt und mit vielen historischen Bilddokumenten angereichert. Sie wird am Donnerstag, 29. Oktober, 18.30 Uhr im Kreiskrankenhaus Vilsbiburg mit einem kleinen Festakt eröffnet und ist dort bis zum 20. November jeweils von 9 bis 18 Uhr zu sehen.

Bildunterschrift

August Bebel (am vorderen Tisch links auf einem Foto aus dem Jahr 1906) hatte im Jahr 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet. Unmittelbar hinter Bebel (mit Schnurrbart) sein „Gegenspieler“ Carl Legien, der Vorsitzende der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands. (Foto: Archiv Friedrich-Ebert-Stiftung)

 

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