SPD Tiefenbach/Ast

Leserbrief von Alfred Wiesner Nr. 92

Bundespolitik

Landshuter Zeitung/                                                                       Alfred Wiesner

Straubinger Tagblatt                                                                       Am Holzacker 16

Leserbriefredaktion                                                                       84184 Tiefenbach

 

Betr: Kommentar „Söder spielt auf Zeit“ in der LZ vom 03.08.

 

Söder ist in aller Munde, sitzt neben der Kanzlerin, in Berlin oder am Chiemsee und wird von allen bewundert. Die Umfragewerte sind gigantisch, die Wähler sind begeistert und Söder von sich selbst am allermeisten. Ich bin anscheinend einer der wenigen, der dieses Selbstloben und alles Besserwissen in jeder Talkrunde den Realitäten hier in Bayern gegenüberstellt und da sieht es doch sehr bedenklich aus. Einige wenige Beispiele sollen zeigen, dass wir in Bayern unter Herrn Söder nicht vorangekommen sind. Leider, ich würde mir das Gegenteil wünschen.

Bayern investiert laut Söder in die Digitalisierung Milliarden. Tatsache ist aber, dass selbst beim Münchner Flughafen auf der Autobahn ein Funkloch nach dem anderen kommt und das Telefonieren zur Peinlichkeit wird. Viele Bayern mussten in der Coronazeit zuhause bleiben, konnten aber von zuhause gar nicht arbeiten, weil ihr Homeoffice keine Internetverbindung hat. Was soll eine Warnapp, wenn sie viele Bereiche von Bayern gar nicht abdeckt. Wann das besser wird, sagt unser toller Ministerpräsident aber nicht. Wir sind  nicht in der Lage eine Stromleitung von Nord nach Süd zu verlegen, auch wenn sie kostenintensiv in die Erde gebuddelt wird und wir sind nicht in der Lage, Österreich den zukünftigen Zugang zum fast fertigen Brennertunnel zu zeigen. Wenn sich unser Herr Söder mal diesen Problemen annehmen würde, käme für Bayern wirklich etwas heraus. Ich verstehe nicht, warum so einfache Dinge in den Talkrunden nicht zur Sprache kommen. Wenn ich weiß, dass Erntehelfer bei uns in Bayern in Massenunterkünften zusammenleben, muss ich mich nicht wundern, dass wir in Mamming plötzlich eine Masseninfektion haben. Ich wusste vor Corona nicht, dass viele tausend Beschäftigte hier bei uns jährlich aus Bulgarien oder Rumänien als Billiglöhner kommen und wie sie bei uns leben, ein Herr Söder müsste dies aber schon gewusst haben. Am Starnberger See segeln durfte man nicht, aber in Container viele Arbeiter unterbringen schon.

 

 

 
 

 

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