Landshuter Zeitung/ Alfred Wiesner
Straubinger Tagblatt Am Holzacker 16
Leserbriefredaktion 84184 Tiefenbach
Betr: „Jetzt rächt sich die Kurzsichtigkeit“ in der LZ vom 27.10.
Die Ursachen unserer aktuellen schlechten wirtschaftlichen Lage liegen in den USA.
Vor Trump gab es stabile Wirtschaftsbeziehungen, die die jeweiligen Produktionsvorteile in den verschiedenen Ländern zu einem Gesamtsystem zusammenfügten. Diese sogenannten „komparativen Kostenvorteile“ nutzten sowohl dem Export- wie dem Importland und erhöhten in beiden Ländern den Wohlstand. Die Wirtschaftsbeziehungen waren weltweit ziemlich stabil und jeder nutzte die Möglichkeiten des weltweit funktionierenden Handelssystems, am besten funktionierte dies innerhalb der EU. Was es heißt, auf diese Vorteile zu verzichten, hat der Austritt von Großbritannien gezeigt, das inzwischen weit hinter Europa her hinkt. Und dann kam Trump mit seinem Gefasel, Amerika wieder groß zu machen und zerstörte die bislang funktionierenden Lieferketten mit seinen Zöllen.
Dass er von China bei seltenen Erden abhängig ist, verleugnet er ebenso, wie dass ein gemeinsamer Markt für alle Vorteile bringt. Gottseidank ist Deutschland die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und die Zölle Trumps betreffen nur 10 % unserer Exporte. Mit etwas mehr Selbstbewusstsein glaube ich, dass wir in Europa besser durch die Krise kommen als es uns die Wirtschaftsauguren vorhersagen. Trump wird durch seine Rundumschläge seinen USA den größten Schaden zufügen.






