Landshuter Zeitung/ Alfred Wiesner
Straubinger Tagblatt Am Holzacker 16
Leserbriefredaktion 84184 Tiefenbach
Betr: „Das Schmarotzer-Klischee“ in der LZ vom 12.09.
Der Artikel beschreibt sehr schön, dass die aktuelle Debatte über die arbeitsunwilligen Bürgergeldschmarotzer weit übertrieben ist und trotzdem wird diese kleine Gruppe von Herrn Spahn, wie letztlich bei Maybrit Illner wieder, als extrem den sozialen Frieden schädigend dargestellt. Ich halte in dieser aufgebrachten Situation eine Ergänzung für notwendig: In unserer Gesellschaft nimmt die Zahl von Jugendlichen dramatisch zu, die gar nicht arbeiten brauchen, weil ihre Alten so viel „Kohle“ haben. Genaue Zahlen dazu gibt es leider nicht. Unser Söder hat am Gillamoos aber kurz diese Gruppe erwähnt, indem er den Millionenerbe vom Starnbergersee bedauert hat, der ja auf die ererbte Villa noch Erbschaftssteuer bezahlen muss. Die muss abgeschafft werden, hat er gefordert und zwar sofort. Dass dieser Jugendliche durch die Erbschaft aber Multimillionär geworden ist, hat er nicht erwähnt. Die Anzahl dieser „Superreichen“, die in ihrem Leben nichts gearbeitet haben und auch nicht müssen, wächst zunehmend. Sie müssen ja nur aufs Erbe warten und dann werden Kapitalerträge bei uns nur mit 25 % versteuert, d.h. diese Gruppe in unserer Bevölkerung zahlt wesentlich weniger Steuern auf ihr Einkommen als ein normal arbeitender Bürger. Gerecht ist das nicht, aber Söder und Aiwanger wollen durch Wegfall der Erbschaftssteuer den Abstand noch vergrößern. Eine Erhöhung der Kapitalertragssteuer auf 35 % wäre eine einfache Lösung und ganz leicht umzusetzen. Diskutiert bloß keiner.






