Landshuter Zeitung/ Alfred Wiesner
Straubinger Tagblatt Am Holzacker 16
Leserbriefredaktion 84184 Tiefenbach
Betr: „Geld ist da, nur woanders“ in der LZ
Endlich mal ein Bericht, der deutlich zeigt, wie sich die letzten Jahre in unserer Gesellschaft die Besteuerung zugunsten der Reichen verschoben hat. Warum der Arbeitslohn viel höher besteuert wird als das Kapitaleinkommen kann mir keiner erklären und warum eine der reichsten Frauen Deutschlands 1996 60% Steuern zahlen musste und heute nur knapp 25% kapiert keiner mehr. Wie kann es sein, dass beim Vererben von drei Wohnungen Erbschaftssteuer anfällt und das Vererben von 130 Wohnungen erbschaftssteuerfrei ist. Wie kann es sein, dass eine Gemeinde Grünwald 8000 Einwohner aber 10000 Unternehmen hat, nur weil hier die Gewerbesteuer niedriger als in München ist. Bei uns weiß jeder, wie hoch das Bürgergeld ist, wer welche Steuer bei uns zahlen muss, interessiert keinen. Je reicher man ist, desto weniger Steuern sind fällig und das ohne zu betrügen. Dabei sind die Steuermilliarden vom Cum-Ex- Skandal und Cum-Cum noch gar nicht miteingerechnet. In den Talkshows werden die Bürgergeldempfänger an den Pranger gestellt, von den Millionären, die eigentlich mehr Steuern zahlen könnten, redet keiner. Hier gibt es keinen Neid auf den Porschefahrer wie auf den arbeitslosen Sozialhilfeempfänger. Mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu fordern, wäre geboten, aber nicht mal die SPD mit ihrem Kanzler sieht hier eine Notwendigkeit. Folglich kann es nur noch ungerechter werden.






